Warum sind GHS/CLP und der BS 5609-Standard für die Kennzeichnung gefährlicher Stoffe von entscheidender Bedeutung?

6. Juli 2025 · 8 blog.minutes

In der Chemieindustrie ist ein Etikett auf der Verpackung weit mehr als nur ein Marketinginstrument; es ist ein wichtiges Sicherheitsdokument, ein Warnhinweis und eine gesetzliche Pflicht. Fehlerhafte oder unbeständige Etikettierung kann zu schweren Arbeitsunfällen, Umweltkatastrophen und hohen Strafen führen. In diesem risikoreichen Umfeld sind zwei Standards von zentraler Bedeutung: GHS/CLP und BS 5609.

Gefahrstoffetikett mit GHS/CLP-Piktogrammen und Hinweis auf die Beständigkeit im Seetransport gemäß BS 5609.

Doch was bedeuten diese Abkürzungen und warum sind sie so wichtig? Kodmark erklärt die beiden Grundpfeiler der chemischen Kennzeichnung und ihre Bedeutung für Ihr Unternehmen.

Was sind GHS und CLP? Die universelle Sprache der Chemiekommunikation

Früher gab es zwischen den Ländern unterschiedliche Klassifizierungen und Gefahrensymbole, was im Welthandel zu Verwirrung führte. Um dies zu lösen, wurde das Global harmonisierte System (GHS) entwickelt: ein universeller Rahmen zur einheitlichen Klassifizierung von Gefahren und deren Kommunikation über Etiketten und Sicherheitsdatenblätter (SDS).

CLP ist die rechtliche Umsetzung von GHS in der Europäischen Union. In der Türkei wurde es als SEA-Verordnung (Einstufung, Kennzeichnung, Verpackung) durch das Umweltministerium übernommen.

Was muss auf einem GHS/CLP-Etikett stehen?

  • Gefahrensymbole: Rote Rauten (Flamme, Totenkopf, Ausrufezeichen usw.).
  • Signalwort: „Gefahr“ (Danger) oder „Achtung“ (Warning).
  • H-Sätze: Gefahrenhinweise (z. B. H318).
  • P-Sätze: Sicherheitshinweise (z. B. P280).
  • Produktidentifikator & Lieferantenangaben.

Kurz gesagt, GHS/CLP legt fest, was auf dem Etikett stehen muss.

Was ist BS 5609? Der Haltbarkeitstest unter Extrembedingungen

Sie haben die GHS/CLP-Inhalte korrekt erstellt. Aber was passiert, wenn ein Chemiefass mit Etikett ins Meer fällt? Bleibt es nach Wochen im Regen, in der Sonne und im Salzwasser noch lesbar? Die Antwort liefert der Standard BS 5609: ein Haltbarkeitsstandard für selbstklebende Etiketten, die für Gefahrstoffe im Seetransport verwendet werden (anerkannt von der IMDG).

Die zwei kritischen Abschnitte von BS 5609

  • Abschnitt 2 — Materialtest: Das unbedruckte Etikettenmaterial und der Kleber werden drei Monate lang in Salzwasser gelagert. Danach darf sich das Material nicht ablösen.
  • Abschnitt 3 — Drucktest: Das bedruckte Material, das Abschnitt 2 bestanden hat, wird auf Abrieb, Salzwasserspray und intensive Sonneneinstrahlung getestet. Alle Informationen müssen klar und lesbar bleiben.

Kurz gesagt, BS 5609 definiert, wie widerstandsfähig das Etikett selbst sein muss.

Warum sind sie zusammen entscheidend?

GHS/CLP ist die Botschaft, die erklärt, was im Notfall zu tun ist; BS 5609 ist das Schild, das diese Botschaft auch unter schlimmsten Bedingungen lesbar hält.

  • Gesetzliche Verantwortung: Einhaltung nationaler und internationaler Vorschriften, Schutz vor Strafen.
  • Sicherheit: Schneller Zugriff auf die richtigen Informationen für Mitarbeiter und Einsatzkräfte.
  • Umweltschutz: Sicherstellung der richtigen Maßnahmen bei Leckagen oder Verschüttungen.
  • Handelsanforderungen: Vermeidung von Rücksendungen, insbesondere im Seetransport.

Wie stellen wir die Haltbarkeit in der Praxis sicher?

Fazit: Compliance ist keine Option, sondern eine Pflicht

In der Chemieindustrie ist Etikettierung nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern von Sicherheit, Compliance und Verantwortung. Bei Kodmark drucken wir nicht nur; wir bieten technische Lösungen, die den Anforderungen von GHS/CLP und BS 5609 entsprechen und den härtesten Bedingungen standhalten.

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