Klebstoffarten: Acryl, Hotmelt und lösungsmittelbasierte Kleber — Wo werden sie eingesetzt?

27. Oktober 2023 · 8 blog.minutes

Das unsichtbare Element, das ein Etikett wirklich funktionsfähig macht, ist der Klebstoff. Ein perfekt gestaltetes Etikett kann das Markenimage zerstören, wenn es sich ablöst oder durch Feuchtigkeit abfällt. Deshalb ist die Wahl des richtigen Adhesives entscheidend, damit das Etikett den gesamten Lebenszyklus des Produkts übersteht.

Infografik, die Acryl-, Hotmelt- und lösungsmittelbasierte Etikettenklebstoffe vergleicht.

Im Markt gibt es viele Optionen, doch drei Hauptfamilien dominieren im Etikettenbereich: Acryl, Hotmelt (Kautschuk-basiert) und lösungsmittelbasiert.

1) Acrylklebstoffe — Der ausgewogene Allrounder

Acrylkleber sind die vielseitigsten Lösungen, oft wasserbasiert (Emulsion).

  • Vorteile: Vergilbungsfreie, ausgezeichnete Transparenz (ideal für transparente Filmetiketten); hohe UV- und Hitzebeständigkeit; breite Haftung auf Glas, Metall, PET; lange Lebensdauer.
  • Nachteile: Endhaftung erreicht erst nach 24–48 Stunden; Anfangshaftung (Initial Tack) geringer als bei Hotmelt.
  • Einsatz: Kosmetik, Lebensmittel & Getränke, Haushaltsreiniger, Healthcare, Einzelhandel.

2) Hotmelt-Kleber — Schnell und stark

Basieren auf synthetischem Kautschuk; sie werden heiß aufgetragen und härten beim Abkühlen schnell aus.

  • Vorteile: Sehr hohe Anfangshaftung; gut geeignet für raue/poröse Oberflächen (Karton, Holz, Textil); besser als Acryl auf kalten oder leicht feuchten Flächen.
  • Nachteile: UV- und Hitzebeständigkeit niedrig–mittel; vergilbt mit der Zeit; nicht geeignet für transparente Anwendungen.
  • Einsatz: Kartonetiketten, Tiefkühlprodukte, Reifen, Möbel und Textilien.

3) Lösungsmittelbasierte Kleber — Für extreme Bedingungen

Polymere werden in Lösungsmitteln gelöst; nach der Verdunstung bleibt ein leistungsstarker Film.

  • Vorteile: Höchste Beständigkeit gegen Chemikalien, Hitze, UV und Wasser; exzellente Außenanwendung; hervorragende Haftung auch auf LSE-Kunststoffen (PP/PE).
  • Nachteile: Höhere Kosten im Vergleich zu anderen Klebern.
  • Einsatz: Automobil (Motorbauteile), Industriebehälter/Fässer, Elektronik, Outdoor-Ausrüstung, Chemikalienbehälter.

Schnellvergleichstabelle

EigenschaftAcrylHotmeltLösungsmittel
AnfangshaftungMittelSehr hochHoch
Hitze- & UV-BeständigkeitGut–AusgezeichnetNiedrig–MittelAusgezeichnet
ChemikalienbeständigkeitMittelNiedrigAusgezeichnet
TransparenzAusgezeichnetNiedrigGut
Schwierige OberflächenMittelAusgezeichnetAusgezeichnet
KostenMittelNiedrig–MittelHoch

Tipp: Für transparente Etiketten und No-Label-Look ist Acryl die beste Wahl; für raue Kartons/Tiefkühlkette Hotmelt; für Chemikalien und Outdoor-Bedingungen Lösungsmittelkleber.

Fazit: Der richtige Kleber ist die Garantie Ihrer Marke

Berücksichtigen Sie nicht nur die Oberfläche, sondern auch die Lager-, Transport- und Einsatzbedingungen. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich an die Experten von Kodmark.


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